Beiträge von Royal Coachman

    Hallo Freunde!


    Ich habe versucht, diese Bekanntmachung in leserliche Schrift zu setzten.

    Ganz interessant und überdies beinahe 270 (!) JAHRE ALT:


    SERENISSIMI

    VERORDNUNG

    Das

    verbotene Fischen

    betreffend


    de dato, Wolfenbüttel, den 7. Okt. 1752


    VON GOTTES GNADEN, WIR ,LARS,

    Herzog zu Braunschweig und Lüneburg u.u. fügen hiermit zu wissen:

    Was maßen häufige Klagen darüber gehöret werden, dass viele Leute, insbesondere unnütze Müssiggänger, und die ihr Brod auf andere rechtschaffene Art nicht verdienen wollen, sich frevelhafter Weise unterstehen, in Teichen und Wassern, da sie nicht berechtigt sind, heimlich zu fischen, und sich zum Schein des kleinen Angels bedienen, hernachmals aber die damit gefangenen kleinen Fische zu Schottsätzen und , Grund=Angeln, zum Fang der Hechte und großen Fische, gebrauchen, frische Korn=Ähren vom Felde abraufen, um damit die Fische zusammen zu locken, insbesondere aber ihren Frevel so weit treiben, dass sie die Fische mit Kukkelskörnern vergeben, und, wenn sie darüber betreten und zur Rede gestellet werden, keinen Scheu tragen, sich zur Gegenwehr zu stellen.


    Wie wir solchen Fischdiebereyen, wodurch sowol den Eigenthümern der gehagten Wasser großer Schaden zugefüget, als auch die Fischerey überhaupt sehr verdorben und ruinieret wird, länger nachzusehen nicht gemeinet sind:

    So setzen und ordnen Wir hiemit, dass dergleichen Freveler und Fischdiebe, wie andere Diebe, nach Beschaffenheit der Umstände, nebst Erstattung des Schadens, mit Gefängnis, Zuchthaus, gestalten Sachen nach auch gar an Leib und Leben gestrafet werden sollen. Wornach sich ein jeder zu achten, und for Schaden zu hüten wissen wird.


    Es werden demnach sämtliche Obrigkeiten hiemit befehligt, auf dergleichen Freveler fleissig Acht geben, dieselben, wenn sie ihnen angemeldet werden, zur gefänglichen Haft bringen zu lassen, inquisitorie gegen sie zu verfahren, und deren Ordnungsmassige Bestrafung zu befordern. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beygedruckten Fürstl. Geheimen Canzler=Insiegels. Gegeben in Unserer Residenz=Vestung, Wolfenbüttel, den 7. October. 1752.


    LARS,

    H.zu Br. U, L.


    A.A. v. Cramm

    Hallo Freunde!


    Der Bissanzeiger ist deswegen an vielen Gewässern verboten, weil er nämlich missbraucht wurde.


    Deine Ansichten in allen Ehren Ronny, aber wie sieht die Realität aus?


    Schwere Nymphe wird durch Bissanzeiger in gewünschter Tiefe gehalten, das hat mehr mit Stoppelfischerei als mit Fliegenfischen zu tun, da werden nämlich richtige Stoppel verwendet.


    Es wird immer wieder versucht, durch Einbringen von Methoden, die in anderen Bereeichen des Fischens erfolgreich sind, die Fliegenfischerei zu "umgehen", siehe CZ-Nymphing, eine Form des Tiroler Hölzls.


    In Verbindung mit Fanggier und Mißachtung der Entnahmevorschriften, führt das automatisch zu Verboten.


    Es ist nichts gegen die Verwendung eines Bissanzeigers zu sagen, wie ihn Ronny verwendet, nur das ist eben nicht die Realität.


    tight lines

    RC

    Eine wahre Begebenheit aus dem Jahre 1968

    Al McClane, Redakteur “Field and Stream“

    Arnold Gingrich, Redakteur “Esquire“






    Verrückte Fliegenfischer


    Al McClane und Arnold Gingrich kannten und schätzten sich gegenseitig sehr.

    Arnold nannte eine malerisch an einem Forellensee gelegene Hütte im Norden des Staates New York sein eigen und schlug Al vor, ein gemeinsames Wochenende dort zu verbringen.

    Da Wochenenden in Ground Zero nicht nach dem Geschmack von Fliegenfischern sind, waren die beiden honorigen Herrn schon am nächsten Freitagabend unterwegs zur Fischerhütte.

    Nach drei Stunden Anfahrt nahmen sie am Kaminfeuer einige Drinks, plauderten selbstredend über die Fliegenfischerei und nach einigen weiteren Drinks meinte Arnold man könnte doch ein paar Würfe mit der Fliegenrute riskieren. Gesagt, getan! Die Fliegenruten wurden aufgebaut, man versorgte sich noch mit weiteren hochprozentigen Getränken und machte sich auf den Weg zum See.


    Kunstvoll wurden die Leinen im Mondlicht bewegt, beide Männer waren Meister ihres Fachs.


    „Ist das nicht das wahre Leben?“ meinte Arnold.

    Ein Brummen verkündete Zustimmung, aber Al war irgendwie irritiert und nach einigen weiteren Würfen meinte er:

    „Hier stimmt doch etwas nicht, es kommt mir vor als sei der See zugefroren!“

    Er blickt scharf auf den im Mondlicht gleißenden See:

    „Hey, wir versuchen Forellen aus einem mit Eis überzogenen See zu fangen!“


    „Klar, Du Schnellmerker, es ist Mitte Jänner, da sind alle Seen zugefroren, aber es ist doch besser als alles, was wir sonst am Big Apple unternehmen könnten?“


    Al überlegte kurz und meinte:

    „Da hast Du aber Recht!“

    und beide Männer fuhren fort, das zu tun, was sie beide meisterhaft beherrschten


    FLY CASTING !

    Ein sonderbares Fischgericht


    In früherer Zeit liebte man es, für Festmähler immer ganz besondere Kochkunststücke herzustellen, bei denen die Hauptsache war, dass die Speisen ein möglichst originelles Aussehen zeigten; auf den Wohlgeschmack dieser Gerichte wurde dagegen weit weniger Wert gelegt.


    So ein höchst eigenartiges Gericht war z.B. ein Hecht, der gleichzeitig blau gesotten, gebraten und gebacken auf den Tisch kommen sollte. Ein altes Augsburger Kochbuch gibt das Rezept zu diesem seltsamen Essen folgendermaßen an:


    Der mittlere Teil des Fisches wurde mit Salbeiblättern umbunden, sodann gespickt und beständig mit zerlassener Butter beträufelt und auf diese Weise also gebraten.

    Der vordere Teil wurde mit einem in Essig getränkten Tuch umwunden und immer mit Essig begossen, so dass er blau wurde - er war somit der blau gesottene Fisch.

    Der hintere Teil des Fisches dagegen wurde ständig mit siedendheißem Schmalz übergossen, nachdem man ihn vorher mit Semmelmehl bestreut hatte, und so wurde er dann zum Bratfisch.


    Die ganze Zubereitung ging vor sich, während der Hecht am Spieß gedreht wurde. Ob der Fisch in jedem seiner Teile auch wohl geriet, ist freilich die andere Frage, allein das Rezept gibt uns jedenfalls einen Beweis von den eigenartigen Kochkünsten jener Zeit (19.Jahrhundert!).


    Interessant meint euer

    Royal Coachman

    DER HOLZFISCHER


    An einem unserer einsamen Gebirgsseen wurde ein Mann in dem Augenblicke überrascht, als er einen stattlichen Hecht verpacken wollte. Vor Gericht verantwortete er sich auf die gegen ihn wegen Fischiebstahl erhobenen Anklage damit, er habe Schwemmholz gesammelt, bei dieser Gelegenheit am Boden des seichten Seeufers ein Stück Schwemmholz gesehen und es dann heraus gestochen. Zu seiner größten Verwunderung sei er gewahr geworden, dass er es mit einem Fisch und nicht mit einem Stück Holz zu tun habe. Er sei im Augenblicke der Beanstandung gerade im Begriffe gewesen, seinen wundersamen und ganz ungewollten Fang mit vielen Entschuldigungen dem Besitzer des Sees ab zu liefern.


    Der Richter kam denn auch nach der ihm aufgetragenen sorgfältigen und gewissenhaften Prüfung aller Zusammenhänge und der inneren Wahrheit der Rechtfertigung bei freier Beweiswürdigung zur Ansicht, es liege TATIRRTUM (!) vor und sprach den Angeklagten frei.



    So geschehen in Tirol im Jahre 1932!

    Sicherem Vernehmen nach soll der so ungerecht Verdächtigte seit diesem Vorfalle bekehrt worden sein und nunmehr an Zeichen und Wunder glauben.



    Man sieht also, die Gerichte waren damals schon sehr milde im Umgang mit Fischfrevlern!


    Ganz lustig und interessant meint Euer


    RC

    FRISCHER HUMMER



    In der Fischhalle erschien ein Koch mit einem schönen langhaarigen Jagdhund um Fische zu kaufen. Er sieht Hummer und fragt die Verkäuferin ob diese auch frisch wären.

    Und wie frisch! Schauen Sie her, lebendig sind sie.

    Lebendig?

    Glauben Sie es nicht? Versuchen Sie es nur einmal und stecken Sie Ihnen einen Finger zwischen die Scheren.

    Das fällt mir nicht ein.

    Wenn Sie Angst haben, versuchen sie es doch mit dem Schwanz Ihres Hundes.

    Der Koch befolgt wirklich en Rat, nimmt seinen Hund beim Schwanz und kitzelt mit den langen Haaren die Hummer im Korbe.

    Ein Hummer erwischt den Hund aber r i c h t i g am Schwanz und zwickt ihn heftig.

    Der Hund heult auf vor Schmerz und flüchtet aus der Halle, während er am Schwanz den Hummer nachschleppt.


    Rufen Sie doch Ihren Hund, schreit die Verkäuferin.

    Rufen Sie lieber Ihren Hummer! Sagt mit Würde der kaltblütige Koch und entfernt sich zufrieden, so auf billige Weise zu einem Hummer gekommen zu sein!


    RC

    M A R T E R L



    Hier ertrank beim Huchenfang

    Gottlieb Josef Gertenschwang.

    Das Drillen eines Kapitalen

    Mußt mit dem Leben er bezahlen

    Indem vom glatten Steine

    Abrutschten seine Beine

    Sein Körper folgte hinterher.

    Man fischte ihn heraus am Wehr.

    Weil in der Unfallkass’ er war

    Bekam sein Weib 10.000 bar

    Und fing damit als Köderkuchen

    Sich einen neuen Ehehuchen.

    Der Gertenschwang hat jetzt den Frieden

    Ist er dem Anderen auch beschieden??


    Dieses Marterl soll in der Gegend von Obernberg am Inn stehen oder gestanden sein.


    RC

    Hallo Karl!


    Ich habe ein Problem mit der Hubschrauberhechel.


    Der RC fängt etwas versunken extrem gut, aber nicht mir einer flachen Hechel, hast Du andere Erfahrungen?


    tight lines

    RC


    PS: habe ich auch bei anderen Fliegen dieser Bauart festgestellt.

    Hallo Karl!


    Hab mal aus Spaß einen "Golden Coachman" gebunden,


    die Flügel aus dem Crest vom Goldfasan, sah toll aus, aber nie gefischt und irgendwann verschenkt.


    Tight lines

    RC

    Hallo Mike!


    Ein kleiner Tip von mir.


    Wenn Du Rehhaar einbindest, schneide nicht nur die Haare heraus sondern ein winziges Fellstückchen mit den Haaren dran. Es läßt sich besser händeln, da es zusammengehalten wird und Du bekommst nach dem Abschneiden des Leders ein wunderbares Köpfchen.


    Viel Spaß

    RC

    Hallo MIke!

    Über Deine Fliegen entscheiden die Forellen und Äschen, nicht die Fischer oder wie ein

    Freund (begnadeter Binder) zu sagen pflegte:


    Die Forellen sitzen nicht auf den Ästen und schauen auf die Fliegen hinunter!p-:


    RC

    Ein neuer Doktor kommt in eine englische Kleinstadt, passionierter Lachsangler.


    Eines Tages stehen sie am Wasser, der Pastor, der Lehrer und der Doktor.

    Plötzlich bleibt der Pastor hängen, nach einigem Zerren schlägt er ein Kreuz, läuft übers Wasser hinaus und löst den Hänger.

    Nach einigen weiteren Minuten bleibt der Lehrer hängen, zerrt einige Zeit, schlägt ein Kreuz, läuft übers Wasser und löst den Hänger.

    Der Doktor schaut fasziniert, dann bleibt er ebenfalls hängen und kann nicht mehr lösen.

    Er fragt den neben ihm fischenden Pastor ob er das auch könne?

    Naja, sagt der Pastor, wenn ihr ein gottesfürchtiger Mann seid und keine schwere Schuld auf euch geladen habt, warum nicht.

    Der Doktor überlebt kurz, schnauft tief durch, schon nach dem ersten Schritt säuft er komplett ab!


    Sagt der Lehrer, gottesfürchtig mag er ja sein, aber die Stipfel unter Wasser kennt er nicht.