Beiträge von pehers

    Servus Christian!


    Vielen Dank für die Antwort, die mich zu einer Frage geführt hat, zu der ich noch etwas in die Runde werfen will:

    Ab wann und welche Gewässer kommen nicht mehr ohne Besatz aus? Diese Definition ist die entscheidende Frage, die "Line of Scrimmage".


    Nach der Definition mancher meiner Vereinskollegen kommt gar kein Gewässer ohne Besatz aus. Die würden sogar in die Ois was reinkübeln! So wie es die ÖFG gemacht hat und in den Nachbarstrecken (Stieggraben und Göstling) immer noch tut. Ich will das nicht zwingend nur abschätzig verstanden wissen, weil ich eben bei vielen Vereinsmitgliedern sehe, dass sie in einer Zeit zu fischen begonnen haben, in der Nahrungserwerb das vorrangige Ziel war und es die Bestände auch zugelassen haben. So wurde unser Steyr Revier erst besetzt, als es die ersten Kormoraneinfälle gab. Davor war die Entnahme von 8 (acht!) Fischen pro Tag ohne Besatzmaßnahmen problemlos möglich! Wer das erlebt hat, hat natürlich etwas andere Vorstellungen von einem erfolgreichen Fischtag, als später Geborene...


    Vielleicht stehe ich eher auf der anderen Seite des Spektrums: Sobald ich ein Naturaufkommen an einem Revier habe, würde ich keinen Besatz mehr vornehmen, da sich diese Maßnahmen oft auch extrem negativ auf die Naturbestände auswirken können und Fressfeinde zusätzlich anziehen. Das würde aber eben zu extrem restriktiven Regeln führen müssen und vor allem die Entnahme auf ein Minimum beschränken. Ich kann Euch aber nicht erzählen, ob dieser Weg erfolgreich wäre, weil ich noch nirgends mit diesem Ansatz erfolgreich war. Ich kenne nur das Ybbs-Revier der Bewirtschafter, das ich sehr ähnlich einstufen würde. Dieses Revier ist wahrscheinlich morphologisch in einem noch schlechteren Zustand als die Traun, die ich so oft befische, und die Temperatur wird wohl noch grenzwertigere Bereiche erreichen. Und dennoch kann man eine gute Fischerei auf wilde Salmoniden erleben, die eine wunderbare Fischwaid bieten. Der Fluss ist nicht an jeder Ecke und in jedem Gumpen voll mit Fisch, aber er hat einen - für heutige Zustände - angemessenen Bestand an allen möglichen Fischarten.


    Ich für meinen Teil sehe daher Besatz, um das grob zu umreissen, nur in Flüssen (bei Seen und Teichen kenne ich mich null aus, aber es wird wohl ähnliche Parameter geben) als notwendig an, die eine Abfolge von Staustufen sind und daher keine Möglichkeiten des natürlichen Ablaichens mehr bieten (Enns, Traun ab Wels/Marchtrenk oder ähnliche Flüsse). Als Mittelweg kann ich mir weiterhin den Besatz mit Eimaterial und/oder mit Brütlingen vorstellen, die sich noch gut an das Leben im wilden Wasser anpassen können.


    Ich hoffe, dass mehr Vereine diesen Weg gehen werden und ihre Fischbestände lieber mit der Waffe in Hand (im Rahmen des gesetzlich erlaubten) schützen und nicht nur Besatzmaßnahmen vornehmen!


    Lieben Gruß, Petri Heil und Danke für Eure Inputs

    Hans

    Servus!


    Danke für Eure Antworten! Bei jedem sind viele Dinge dabei, die ich als volle Bestätigung sehe!


    Es frustriert mich halt doch immer wieder, wenn man sich in vielen Dingen als Don Quichote im Kampf gegen Windmühlen vorkommt. Es ist auch mir völlig klar, dass es viele Gewässer gibt, die derart ruiniert sind, dass wir wohl ohne Besatz nicht auskommen werden. Aber ich werde nie das geilste Argument eines Fischerkollegen vergessen, der meinen Versuch, an unserem Steyr Revier die Entnahme von 4 (in Worten: vier) Fischen pro Tag auf zwei oder drei herunter zu setzen, mit den Worten quittierte: Ich brauche für ein Abendessen mit meiner Familie vier Fische! Damit war die Diskussion beendet! Was kannst Du dagegen sagen? Er hat übrigens eine Frau und einen Sohn - die sind als zu dritt...


    Als ich bei der ersten Weihnachtsfeier meines Vereins war, stand ein Mitglied auf und hat sich entrüstet, dass an eben dieser Traun die Entnahme von 6 (in Worten: sechs Forellen/Äschen) pro TAG auf vier (in Worten: VIER) verringert wurde. Es würde sich der Sprit von Traun nach Lambach nicht mehr rentieren, wenn man nicht sechs Fische entnehmen darf!


    Solange das die Kategorien sind, die für viele unserer Zunftkollegen relevant sind, wird es leider noch lange Besatz brauchen, auch wenn das Eigenaufkommen eine maßvolle Nutzung zulassen würde!


    Ich wollte auch noch ausdrücklich klarstellen, dass ich gegen absolutes Catch&Release bin! Es soll - es wurden die Bewirtschafter genannt - immer die Möglichkeit geben, den einen oder anderen Fisch zu entnehmen. Reines C&R ist Spiel mit der Kreatur.


    Aber eine Runde wie diese hier lässt mich hoffen, dass man überall irgendwann einen gesunden Mittelweg finden wird können!


    Liebe Grüße und Petri Heil,

    Hans


    P.S.: Ich freue mich voll über Euer Lob für meinen Blog! Wenn ich damit ein bisschen Freude bereiten und auch ein bisschen zum Nachdenken animieren kann, ist das Ziel erreicht!

    P.S.: Ich hoffe, es ist kein Verstoß gegen die Forumsregeln, wenn dieser Beitrag in ähnlicher Form auf meinem Blog veröffentlich wird.

    Servus Freunde!


    Nach längerer Abstinenz darf ich wieder mal was posten... ich hoffe, Ihr seid mir nicht bös, aber neben dem eigenen Blog finde ich recht wenig Zeit, ausgiebig zu posten.


    Ich wollte Euch meine Erfahrungen an meinem Vereinswasser, einem Traun Revier posten, die meine Einstellung zum Besatz, also desse Ablehnung, wieder bestärkt haben. Aufgrund der derzeitigen Ausnahmesituation haben wir mit dem Frühjahrsbesatz zugewartet, um unsere Mitarbeiter nicht in Gefahr zu bringen, sodass bisher nicht besetzt wurde. Kurz zusammengefasst: Ich habe so schöne Stunden wie in den letzten Tagen und Wochen schon lange nicht mehr an der Traun erlebt. Ich habe zwar keine Drillorgien gefeiert, aber ich habe fast jedes Mal tolle Fische gefangen, die mich mit ihrer Schönheit, Kraft und Eleganz begeistert haben. Es waren tolle Äschen und wirklich hervorragende Regenbogen, die ich mit meinem Freund Andi fangen konnte. 30cm Fische haben gekämpft wie 50cm Besatzidioten! Wahrscheinlich war auch der eine oder andere Besatzfisch dabei, der gegen jede Erkenntnis der Wissenschaft überlebt hat, aber die meisten Fische hätte ich als Wildfische beurteilt.


    Gerade an einem Revier wie der Traun, ist das eine wunderbare Erfahrung, da wir diesen wunderbaren Fluss nicht gerade mit wasserbaulichen Samthandschuhen angefasst haben und dem ein gerüttelt Maß an Degradierung passiert ist. Insbesondere unser Revier hat durch das letzte große Kraftwerksprojekt in Lambach vor ca. 25 Jahren massiv gelitten. Aber es geht dennoch was! Auch einen Haufen Brut konnte man in diesen Tagen beobachten, die sicher auch für das kommende Jahr Gutes erhoffen lässt. Ich würde mich sehr freuen, wenn das von meinen Vereinskollegen zum Anlass genommen würde, wenigsten den Besatz dazu zu nützen, diese wunderbaren Kraftpakete, diese Silberbarren, diese Traun Steelheads, zu schonen und eher den Besatzfischen eines überzubraten, um sie dann zu braten. Wir haben an unserem Revier sicher einen Vorteil, dass die Alm dort mündet, die sicher hervorragendes Laichareal bildet. Ebenso vermute ich, dass der massive Bestand an Barben, die wirklich Myriaden an Nachkommen produzieren, eine gewisse Verteilung des Fraßdrucks bewirkt, sodass anders als zum Beispiel an einer Steyr, nicht der gesamte Fraßdruck alleine auf den Salmonidenbeständen lastet - ganz zu Schweigen von einem unfassbaren Fangerlebnis einer Barbe auf einer 5er oder 6er Rute!


    Ihr seht, ich komme ins Schwärmen, aber ich war echt begeistert von den letzten Tagen an der Traun, an meiner Traun. Aber auch an der Steyr habe ich wunderbare Wildfische gefangen, die sicher nicht aus dem Besatzcontainer stammen! Ich wundere mich dabei nur oft, dass viele unserer Zunftkollegen diesen Unterschied nicht zu schätzen wissen und nicht bereit sind, sich bei der Entnahme zu beschränken, um diese letzten Schätze unserer Fließgewässer zu schonen.


    Die Hoffnung stirbt zuletzt.


    Petri Heil und l.G.

    Hans

    Servus!


    An der Traun waren die Brütlinge heuer im März auch schon recht groß für die Jahreszeit. Sicher 3cm. Ich denke auch, dass dieser Winter für den Nachwuchs perfekt war!


    L.G.

    Hans

    Lieber Peter!


    Auch von mir: Alles Gute! Ich wünsche Dir vor allem viel Gesundheit, Zeit für Deine Lieben und Leidenschaften und natürlich Petri Heil!


    Ganz liebe Grüße

    Hans

    Servus Gerhard, servus Reinhard!


    Vielen Dank für die verständlichen und nachvollziehbaren Ratschläge, mit denen ich mal die Händler meines Vertrauens konfrontieren kann. Ansonsten wäre ich im riesen Rutenwald völlig überfordert gewesen! Einziges wichtiges Feature für mich ist noch die Mehrteiligkeit der Rute, damit sie einfach zu transportieren ist. Aber das ist nix, womit ich Euch belästigen muss...


    Vielen Dank noch einmal und beste Grüße

    Hans

    Servus!


    Vielen Dank für Deinen Tip: Genau darum geht es mir ja! Ich werde sicher kein Zander Freak werden und sicher kein Drop Shot Junkie... ich kenne nur das Wort und weiß nicht, was sich dahinter verbirgt.


    2,4 bis 2,7 m, Wurfgewicht 40-50g und flotte Aktion ist eine Ansage, mit der ich was anfangen kann. Diffizileres würde ich vermutlich gar nicht verstehen.


    Fischt Du geflochtene Schnur oder Mono?


    L.G. und vielen lieben Dank!

    Hans

    Servus Freunde!


    Da es etwas länger dauern dürfte, bis meine heißgeliebten Salmonidenreviere wieder fischbar sind, habe ich mir gedacht, dass die Donau vor der Haustüre doch auch mal einen Ausflug wert wäre. Unser Verein hat ein tolles Eigenrevier obehalb von Linz, mit einem Zubringer Innbach und dem Hauptstrom sowie die sogenannte Regattastrecke. Dann wäre da noch die Fließstrecke bei meinem neuen Wohnort Puchenau, wo ich auch eine Lizenz lösen könnte.


    Da der erste Juni vorüber ist, dachte ich mir, dass ich es ja mal auf Zander probieren könnte, aber dass hier wohl auch meine 8er Fliegenrute eher sinnlos sein dürfte. Man muss die Grenzen der Fliegenfischerei doch akzeptieren.


    Was für Ruten fischt ihr in solchen Bereichen auf Zander & Co.?

    Wurfgewicht, Länge?

    Mono oder geflochten?


    Ich würde ganz gerne eher auf der leichten Seite bleiben und mit wenig Equipment auskommen.


    Habe echt KEINE Ahnung davon!


    Vielen lieben Dank für Eure Tips!


    L.G.