Beiträge von Lupus

    Wunderschöne Bilder und es ist in Zeiten, wo über so viele Fliegenreviere aufgrund der äußeren Umstände so viel Enttäuschendes und Negatives berichtet wird, erfreulich, wenn sich dort scheinbar wieder ein guter Fischbestand aufbaut.

    Wildfische sind vorsichtig, und Wildfischbestand ist sowieso die einzige Chance, dass sich Prädatorenbefälle wieder etwas ausgleichen, denn die leichteste Beute für Fischotter und Co sind natürlich frischbesetzte Fische, die sind dann Gratisfutter.

    hahaha hahaha :lach::lach::lach:

    Du beschreibst jetzt ganz genau etwas, was Dir vorgestern widerfahren ist. War schon krass, zu sehen, wie Du auf einmal eine Etage tiefer drinnen warst. Ich war nur der erstaunte Beobachter.

    Hallo Volker !


    Vielen Dank für diesen tollen Bericht. Es war für mich echt ein Vergnügen, diesen Tag zusammen mit Dir zu verbringen und es freut mich, dass es Dir trotz der katastrophalen Voraussetzungen (extremster Niedrigwasserstand) gelungen ist, eine für dieses kleine Flüsschen schon sehr respektable Bachforelle zu fangen.


    Es war am Anfang wirklich wie verhext. Als ich mit Toni dort war, war ja auch kein hoher Wasserstand, aber in dem Bereich, wo Du angefangen hast, während ich mir mein "Genuss-Stangerl" gegeben hatte, hatte er damals ja fast Biss auf Biss. Und jetzt war dort genau gar nichts.


    Jetzt im Nachhinein muss ich auch schmunzeln, wie Du das mit dem vergessenen Geldbörsl geschildert hast. Quer durch Österreich ohne "Bares" erinnert mich an ein Buch, was in den frühen 80ern sehr populär war "Deutschland umsonst", wo der Autor sich bewußt ohne Geld glaube ich ein Jahr lang durch Deutschland durchwurschtelte.


    So hättest Du fast "Österreich umsonst" schreiben können und damit Kohle machen :lach:


    Ich hoffe, Du hattest dann am Sonntag bei dem Prachtwetter auch so einen schönen Tag mit Deiner Familie, wie auch meine Holde und ich diesen Tag genossen. Meine "Schreibarbeit" hatte ich zum Glück durch Teamwork mit meiner Holden bereits um 11 Uhr hinter mich gebracht und dann war nur noch Garten und Sonne angesagt....


    Wenn sich der Wasserstand nicht noch bis zum Ende der Saison bessert, wird es das für mich gewesen sein und ich " verschenke" dem Wasser sozusagen die 3 Tage, die ich noch auf der Karte draufhätte, aber dann war es ein umso schönerer Abschluss gemeinsam mit Dir.


    Wir können das gerne bei besseren Bedingungen wiederholen.


    LG

    Gerhard

    Ich schaffe es auch ohne Pitzenbauerringerl hervorragend, Knöpfe zu produzieren, wenn sich der untere Teil des Tippets um die Grinnerknotenverbindung wickelt. :lach:

    Wirklich ein Fliegenfischer-Marathon.

    Ich war mit einem lieben Gast am Samstag unterwegs und die Fischerei war auch zaach. Ein weiterer JK-Besitzer, der unterwegs war, hatte zu dem Zeitpunkt noch gar nichts.

    Bei dem niedrigen Wasserstand ists jetzt total schlecht. Wir haben auch viel weniger Fische gesehen, und im unteren Bereich beim Butchers Pool wo wir am Vormittag waren, ging gar nichts, der ganze untere Teil schien völlig fischleer zu sein.

    Trotzdem hatten wir einen schönen Tag und mein Gast fing auch eine "kapitale" Bachforelle mit 35cm.

    Sehr interessant auch mal von einem Fliegengewässer im Ausland zu lesen. Und das scheint eine Eigenheit aller vom Norden in die Donau mündenden Flüsse sein dieses bernsteinfarbene Wasser. Ich glaube, das ändert sich erst wieder unterhalb von Bratislava, denn von dort ab kommen die Flüsse wieder aus den Karpaten, die ähnlicher unseren Alpen sind.

    Mir ginge bei dem langen Vorfach schon auf den Geist, dass ich nicht wüßte, wo ich das dann wieder einwickle, wenn ich doch wieder trocken fischen will.


    Ich meine, ich habe mein gezogenes Vorfach direkt auf der Fliegenschnur, am Ende das Pitzenbauerringerl und dann das Tippet und fertig. Wenn ich jetzt tatsächlich von meiner wertvollen Tippetspule 2 m runterreisse und für´s Nymphenfischen "verplempere", wo tu ich die dann nachher hin ? Ich meine, ich steh jetzt im Fluss, fische trocken und merke auf einmal, es steigt nix gscheites, probiern wir ´halt eine Nymphe. Und wenn dann doch wieder was steigt, schnell wieder Trockenfliege. Was mach ich dann mit den überzähligen 2 m Vorfach ?


    Ich habe zwar mal gesehen, dass manche Fliegenfischer so Dinger um den Hals hängen haben, wo man verschiedene Vorfachspulen anhängen kann, aber mir gefällt das nicht. Man sieht mit allem, mit dem die Fliegenweste bestückt ist (Hakenlöser, Schnurzwickerl, Amadou etc) eh schon aus wie ein wandelnder Weihnachtsbaum.

    Das auf dem unteren großen Foto sieht genauso aus wie die Oascherln, die ich habe oder hatte (das weiß ich nie so genau, bevor ich nicht in die Fliegenschachteln reinschaue), aber das obere kleinere Bild das hätte ich nie als Oascherl angesehen. Zuviel Rot glaube ich. Beim klassichen "Oascherl" ist das wie am unteren Bild mehr so ein orange-rot.

    Als ich jünger war, ging ich auch manchmal Meeresangeln und habe auch glaube ich Fischchen dieser Art gefangen, wußte aber nicht, dass es Dorados sind. Ich dachte, dass sind so Fische wie im Süßwasser ´halt Plötzen und Rotfederln.


    So gut ich mich mit dem Bestimmen von Süßwasserfischen auskenne, so wenig kenn ich mich mit Meeresfischen aus, ich glaube da erkenne ich gerade mal einen Hai oder einen Rochen, ohne aber dann zu wissen, welcher Hai oder Rochen das ist.

    "Dorado" aber klingt irgendwie "groß". Sind das also dann Fische, die größer werden ?


    Aber das schauerlichste was ich von Kroatien gelesen hatte wegen Köderbeschaffung, soll ein riesiger "Meereswurm" sein, der über 1 m lang wird und von dem man dann Stückchenweise als Köder nimmt. Angeblich wird dieser Wurm sogar noch länger als 1m und die Beschaffung ist schwer und wer in Kroatien sowas hat, der fängt dann auch größere Fische damit...….

    Toni, diese Fliege heißt wirklich so. Sie ist soweit ich jetzt vor meinem inneren Auge sehe, eine etwas dunklere (anthrazit oder fast schwarz) Hechelfliege mit eher etwas sparsam eingebundenen Hecheln und einem kleinen roten Punkt hinten, und auf das Rot fahren alle Salmoniden gerne ab.

    Sie wurde vom legendären Hans Gebetsroither erfunden, der ihr auch den Namen "Oascherl" gab. Sie wird auch unter diesem Namen glaube ich verkauft, irgendwo hab ich mal statt "Oascherl" "Arscherl" gelesen, was weiß ich.

    Du kannst aber statt dem Oascherl auch eine Red Tag nehmen, die findest Du überall, und die hat auch sowas rotes, und geht gut.

    Sehr schön wie Du das geschrieben hast, Ernst ! Ich hätte es besser nicht formulieren können.


    Ich orte aber bei der abnehmenden Beitragsfrequenz auch ein zusätzliches Phänomen, vielleicht ist es aber auch nur eine Vermutung:


    Wir alle hier haben uns eigentlich in anderen großen Foren kennengelernt, wo von Anfänger bis Profi-Guide alles präsent war. Irgendwie, durch die Freude am Schreiben, durch die Freude an der Fischerei allgemein und durch unsere zunehmenden Ambitionen auch beim Fliegenfischen wurden wir alle bald irgendein harter Kern, der sich schließlich und endlich hier wiederfand, wo wir viel "ungestörter" von Turbulenzen von außen miteinander kommunizieren können. Das hat die ersten beiden Jahre super funktioniert und es kamen nach und nach auch immer wieder Neue dazu.


    Momentan scheinen wir alle, oder viele von uns in irgendeiner Phase zu stecken, wo man sagt "zahlt sich eh nicht aus, dass ich was schreib". Wenn wir aber auch nur von "Fangberichten" das Forum füllen, wird es immer weniger werden, denn immer weniger werden ihr "super Fang, Petri dazu" posten, um ihre Postingzahl zu erhöhen.


    Dazu kommt noch, dass wir uns fast alle persönlich kennen und teilweise auch an den selben Gewässern angeln. Das ist super schön und zeigt, wie sich aus der virtuellen Welt wahre Angelkameradschaften gebildet haben, und viele von uns gehen auch miteinander mal fischen oder putzen miteinander die Ufer ihrer Gewässer.


    Da ist es dann oft so, dass man sich denkt, der andere "weiß eh was für Fische bei uns drin sind, und wie die Fische aussehen".


    Wenn man wo schreibt, wo es anonymer ist, steigt wieder ein bissl diese Spannung, wo man jemanden unbekannten liest und plötzlich Gemeinsamkeiten oder gemeinsame Interessen findet und sich vermehrt austauscht und zum Schreiben inspiriert...…..

    Ich bin für mich draufgekommen das ich mir speziell bei längeren Vorfächern leichter tue wenn ich sie mir selber binde. Je nach Anzahl, Länge,Dicke und Steifigkeit der Schnur der jeweiligen Verjüngungsstufen hat hat man viel Einfluss darauf wie sich ein Vorfach verhält.

    Ich verstehe ja von so superlangen Vorfächern so viel wie die Kuh vom Trommeln, aber habe ich irgendwo gelesen, dass man beim richtigen Nymphenfischen mit langen Vorfächern die immer in einer gleichen Stärke fischt ? Also z.B. ein 16er durchgehend ? Zumindest bilde ich mir ein, beim Meister der langen Vorfächer, dem Steirerbuam Bernhard so etwas gelesen zu haben.


    Wir Durchschnitts-Mittelmäßigkeits-Fliegenfischer (ich zähle mich zu dieser tollen Kategorie) tun ja meistens nichts anderes, als wenn nix auf die Trockene steigt, an das verjüngte (ungefähr rutenlange) Vorfach statt der Trockenen eine Nymphe dranzutun und die ´halt dann irgendwie durchs Wasser zuppeln....., fangen tut man dann meistens damit eh was, aber ein Nymphen-Spezialist würde wahrscheinlich mit erhobenem Zeigefinger alles aufzählen, was wir falsch machen, falsches Vorfach, falsche Rutenhalten, falsche Drift, falsch falsch falsch :lach:

    Ja, das Oascherl ist eine sehr gute Fliege. Und Bachforellen beissen im Frühherbst besonders gierig. Vor allem dann nach dem 15.9. wenn sie schon Schonzeit haben, ist es gar nicht leicht, an ihnen "vorbeizufischen".

    Das habe ich auch vor 50 Jahren ENDE SEPTEMBER das erste Mal erlebt, als ich mit einem "Onkel" an die Traisen mitgehen durfte als "Lagelbua" und der "Onkel" fing nur Bachforellen, Bachforellen, Bachforellen, die alle zurückgesetzt mussten, und erst spät irgendwann konnte er eine Rebo fangen, die ich in´s Körbchen tun durfte. Die Rebos scheinen zu wissen, dass sie nicht geschont sind, und werden beim herbstlichen klaren Niedrigwasser immer vorsichtiger...….

    Da sind ja auch Saiblinge dabei. Schon lange keinen mehr gefangen. Einzig früher in der Kainischer-Traun konnte man welche fangen, aber die waren sehr klein. Ich meine Bachsaiblinge. Seesaibling konnte ich auch mal unterhalb eines Seeauslaufes einen mit der Nymphe fangen, das war ein größerer Fisch und ein tolles Erlebnis.

    Wird ´halt auch eintönig, wenn nur geschrieben wird, wenn wer Fischen war. Und wie ich immer mehr lese oder höre von anderen: Es macht irgendwann keinen Spass mehr, jeden 60cm Hecht und jede 30cm Forelle mit einem Fangbericht zu posten.

    Ich war eh noch einer der wenigen, denen sowas Spass gemacht hat, aber seit meine Digicam irgendwas mit der Speicherkarte hat und ich außerdem auf dem Window 10 jetzt nicht mehr das Programm habe, mit dem ich gewohnt war, Fotos kleiner zu machen, ist auch das Fotografieren von Fischen irgendwie auf die lange Bank geschoben worden.


    Und wenn man es sich mal abgewöhnt hat , jedes Allerwelts-Fischlein zu posten, gewöhnt man es sich nur schwer wieder an...….

    Danke Gerhard, naja, sooo viele Hechte habe ich dort ja auch nicht gesehen, vor allem war die Strecke doch 8 km glaub ich. Die Traun ist ja auch nicht klein, somit denke ich dass der Hecht wohl da nicht so viel Schaden anrichtet... Fische gibt's jedenfalls genug!

    Ja, die Traun hat viele Gesichter. Für mich ein Fluss mit spezieller Bedeutung auch für meinen Werdegang als Fliegenfischer, denn mütterlicherseits stamme ich ja vom steirischen Salzkammergut ab und bin im Ausseerland erstmals anglerisch in Berührung gekommen.

    Somit ist für mich speziell die obere Traun in der Ausseer Gegend praktisch "Heiliges Land", wo ich ganz tolle Fliegenfischer-Erlebnisse hatte.

    Tolles Video !

    Ja, ich hatte auch Schwierigkeiten, die Schwarmfische als Barben zu erkennen, weil dort immer die Kamera so schnell ging. Ganz sonnenklar sieht man die Regenbogenforellen und die Äschen. Auch die Berschn und das Sorgenkind Hecht. Wenn dort wirklich so große Hechte drin sind, wie funktioniert da die Symbiose Hecht- Salmoniden ?