Beiträge von Regus

    Danke Leute,


    ja obwohl es mir immer wieder mal gelingt einen Wels zu fangen mit der Spinnrute ist es doch jedes mal wieder ein Höhepunkt für mich, denn in den allermeisten Fällen geht man Schneider nach Hause.

    Die bösen Burschen sind halt leider wie beschrieben die allermeiste Zeit nicht aktiv.

    Vom Huchenfischen hört man das ja auch, dass sie alle gleichzeitig fressen und wenn einer gefangen wird oft an dem Tag mehrere erwischt werden.

    Der Kaltwettereinbruch jetzt ist natürlich absolut schlecht und damit das gezielte Welsfischen vorbei heuer.

    Ein paar werde ich vielleicht noch aus den Löchern herauskitzeln können wo sie sich einstellen so ab Dezember, ich werde berichten.

    Kaum von Italien zurück, ich war noch ganz heiß auf's Welsfischen, musste ich schon wieder ans Wasser denn der Wasserstand der March war hoch und die Brühe war braun, also genau das was der Wels möchte.


    Gleich an der ersten Stelle in einer kleinen Rückströmung bekam ich auf einen Kopflosen Gummifisch einen starken Biss, der Anschlag ging aber leider ins Leere.

    Der Fisch ist erschrocken und hat wild abgedreht, der Strudel der dabei entstand zeigte mir an dass es ein guter Fisch gewesen sein musste.


    Sehr ärgerlich, denn selbst bei optimalen Bedingungen sind Welsbisse an der Spinnrute selten, denn die Fische sind schlau, sehr schlau.

    Gerade in der seichten March kann man das oft gut erkennen, vor allem Nachts wenn der Schein des Mondes auf der Wasseroberfläche liegt.

    Dann sieht man die Fische dem Köder folgen, mit der Schnauze direkt am Gummi oder Wobbler.

    Aber wenn das mal passiert dann ist der Fisch in der Regel nicht mehr zu bekommen, er hat den Braten gerochen.

    Ich hatte solche Situationen schon oft, selbst wenn man ständig Köder wechselt ist es kaum noch möglich den Fisch doch zum Biss zu verführen.


    Manchmal läuft er x-mal hinterher, immer die schöne Bugwelle hinter dem Köder herschiebend, da ist man am verzweifeln. Der Fisch ist da, interessiert und aktiv – ist das schon selten genug – aber er packt einfach nicht zu.


    Diesmal kam er direkt aus einem Busch heraus geschossen, überlegte nicht und nahm den Köder ohne Umschweife.

    Die Bisse die von der Seite kommen sind allerdings oft schlecht zu verwerten, genau wie beim Zander. Der Winkel stimmt dann nicht und der Fisch kann nicht optimal einsaugen und so war es auch diesmal. Es war ein 13cm Gummi den ich nur am Drilling, ohne Bleikopf unter der Oberfläche einholte, der Biss war kurz und hart aber der Haken fasste leider nicht.


    Schade, aber die Fische sind aktiv dachte ich.


    Bei den Welsen sind die Aktivitätsphasen nämlich extrem stark ausgeprägt. Es sind fast alle Welse gleichzeitig am Rauben, oder gar keiner.

    Den Großteil der Tageszeit liegen die Fisch nur ab, bzw. stehen ruhend im Mittelwasser oder unter Bäumen.

    Oft tagelang, ja wochenlang bekommt man keinen Fisch zu sehen, man hört auch von keinen Fängen.

    Aber plötzlich, wie von Geisterhand sind alle Fische aktiv und man kann mehrere Fische an einem Tag fangen.


    Ich suchte einige verdächtige Stellen ab aber nichts tat sich mehr. Die Strömung war extrem und ruhige Bereiche oder Kehren sind rar gesät an der March.


    Ein schöner großer ruhiger und überschwemmter Teil lag allerdings jetzt vor mir. Überall Holz im Wasser, eine ausgeprägte Strömungskante und Kleinfischaktivität - optimal.

    Hier stank es förmlich nach Wels.

    Ich montierte einen kleinen Oberflächenwobbler, ausgestattet mit 3xstrong Drillingen, aber nur 11cm lang. Der Wobbler hat mir schon viele Fische gebracht, die Frequenz ist genau das was die Welse verrückt macht und so greife ich immer wieder auf dieses Modell zurück – den Rapala Jointed in 11cm.

    Der 13cm ist zwar viel stabiler, aber läuft mir oft zu tief. Ich will aber nur einige cm unter der Oberfläche fischen und da ist der 11er genau richtig.


    Der erste Wurf geht sehr kurz, der Wobbler fliegt gerade mal etwa 25Meter. Das desswegen weil ich nicht durchziehe mit der Rute beim Wurf. Die Welse nehmen diese Bewegung der Rute extrem stark wahr und erschrecken oft und flüchten mit lautem Getöse. Oft schon habe ich mich geärgert dass ich wieder zu "laut" ausgeworfen habe und den Fisch dadurch vergrämt habe.


    Egal denke ich mir und beginne langsam einzuholen. Augenblicklich ist sie da die Bugwelle, langsam kurble ich ,aber der Fisch nimmt nicht.


    In so einer Situation ist man geneigt schneller zu kurbeln um den Fisch einen Anreiz zum Angriff zu geben. Beim Hecht funktioniert das oft, beim Wels so gut wie nie.

    Also hole ich weiter ein bis der Wobbler direkt vor dem überschwemmten Gras ist, direkt vor mir.

    Ich höre auf zu kurbeln und der Wobbler steigt an die Oberfläche und wird sichtbar. Genau in diesem Moment reißt der Wels sein Maul mit lautem Knall auf und ich sehe direkt in den Rachen des Fisches und beobachte wie der kleine Köder darin verschwindet.

    Eine unglaubliche Szene, der Wels war direkt vor mir in ganz seichtem Wasser und ich konnte alles genau beobachten.

    Der Drill war Routine, nur zum Landen des Fisches musste ich mit der Hose ins Wasser denn der Uferbereich war überschwemmt.

    Ein knapper 150er kam zum Vorschein der sich für seine Größe sehr gut verkaufte, allerdings meinen Wobbler zu Kleinholz zerlegte.



    Welse an der Oberfläche zu fangen gehört zu den größten Erlebnissen für mich.


    Da war mal ein Jahr, da gab es unglaublich viele Mäuse und diese schwammen ständig über die March um neue Lebensbereiche zu finden.

    Die Welse haben sich dieses Jahr auf diese Nahrung eingestellt und Nachts war ständig das laute Einsaugen der Fische zu hören.


    In diesem Jahr konnte ich viele Welse an der Oberfläche fangen und ich dachte das Rad neu erfunden zu haben.

    Doch als im nächsten Jahr keine Mäuse mehr durch den Fluss schwammen, waren auch keine Welse mehr an der Oberfläche zu erwischen.



    Ich werde ich diese tolle Art der Angelei in nächster Zeit wieder häufiger anwenden, denn mit dem richtigen Köder kann man die Fische sehr reizen – es sei denn sie sind aktiv und dass ist die Zeit auf die man nun mal warten muss….


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    Vielen Dank Freunde,


    ja im nahhinein denke ich auch das ich echt Glück hatte.

    Ich hätte auch aus dem Schlauchboot rausfallen können bei dem Sturz, bei laufenden Motor und Nachts eine hagliche Gschicht...


    Und ja es stimmt Toni, dort hat es schon einige gegeben die nimmer aus dem Urlaub zurück gekommen sind, ich werde daraus lernen und nächstes mal noch viel vorsichtiger sein.


    Trotzdem wird mir dieses Erlebnis immer in Erinnerung bleiben. Ob der Fisch zu toppen ist?


    Es wird schwer, aber möglich ist es allemal...:):P

    Ferttes Petri Toni,


    als Allroundangler hast du scheinbar überall ein glückliches Händchen.


    Das gefällt mir sehr gut, gerade die Vielfältigkeit ist das schöne bei unserem Hobby.


    Was tut sich eigentlich bei den Donauzandern heuer bei dir?

    Endlich war es wieder soweit, meine heiß erwartete Italienwoche stand an und ich freute mich extrem auf eine die Zeit der Ruhe in der Natur.


    Leider hat mein Freund abgesagt und sonst ließ sich kein anderer finden, also stieg ich alleine ins Auto und brauste Richtung Cremona in ein Camp mit nur 6 Booten und einem supernetten Kärntner, der dort immer höflich und zuvorkommend alle gut unterstützt.


    Es ist immer wieder berauschend am Damm zu stehen und das erste mal den großen Fluss zu bestaunen.

    Oft liegt das Wasser tagelang glatt und ohne Bewegung vor dir und es ist kaum vorstellbar welch Fischreichtum da vorhanden ist und welche riesigen Bullen da auf Nahrung aus sind.


    Nach dem Besteigen und Beladen des Bootes ging es aufs Wasser, angeheitzt von den Fängen der letzten Woche, denn es gab viel Aktivität am Wasser und es wurden einige schöne Welse gelandet.

    Das ist am Po absolut nicht selbstverständlich, wer denkt dort fängt man leicht einen Wels irrt sich gewaltig.

    Da sind schon ganze Horden an (guten) Anglern nach einer ganzen Woche wieder heimgefahren ohne auch nur einen Biss bekommen zu haben.

    Der Wels ist 80-90% seiner Lebenszeit völlig inaktiv, liegt nur ab und verdaut seine Nahrung oder wartet auf die richtige Zeit zum Fressen.


    Und er ist nur schwer aus der Reserve zu locken. Ein Zander oder Hecht dem man einen Köderfisch direkt vor die Nase hält ist fast immer zu aktivieren.

    Ganz anders der Wels, den bringt nichts aus der Ruhe.


    Nur wenn ein Köderfisch stundenlang über ihm herumtanzt schnappt er manchmal entnervt zu, aber auch oft nur um den Fisch zu töten aber nicht zu fressen.


    Nun, da die Welse aktiv sind weil es einen Wasseranstieg gab war ich sehr aufgekratzt.


    Aber es war vorbei, die erste Nacht kam kein Biss, bei niemanden…

    Auch die zweite und dritte Nacht ergaben eine Nullnummer und auch am Tag gab es keine Aktionen, hatte ich die Köder doch 24 Stunden im Wasser und viele Bisse tagsüber kommen.


    Das war das Wochenende wo es das erste mal in den Bergen geschneit hatte. Es kam Eiswasser den Po herunter….

    Das Wasser ist von 24 auf 16 Grad gefallen und das ist der Tot für jede Hoffnung das die Welse fressen könnten.


    Am dritten Tag kam leichte Frustration auf, egal auf welchem Platz ich die Köder präsentierte, es war nichts zu machen.

    Am vierten Tag kam etwas Leben ins Wasser, offenbar haben sich die Fische ein wenig an die neuen Temperaturen gewöhnt, Karpfen gingen auf und die ersten Rapfen raubten wieder, das ließ mich hoffen.


    Und tatsächlich, mitten in der Nacht ging die Rute krumm und ich hetzte ins kleine Beiboot um zu drillen.


    Das hätte ich mir sparen können, denn der Fisch hatte gerade mal 120cm.

    Geradezu verächtlich, ohne Foto ließ ich den kleinen Racker wider schwimmen.

    Soviel Aufwand für den Kleinen, neuen Stein binden, Köder rausholen, mit dem Beiboot hinausfahren in die dunkle Nacht und dann mit dem Echolot genau die richtige Kante suchen um die Montage punktgenau zu legen…

    Nach einer halben Stunde war ich wieder in meiner kuscheligen Liege und genoss die Laute der Nacht die in Italien immer sehr eindringlich sind.


    Die Nacht tat sich nichts mehr und morgens startete ich den nächsten Platzwechsel.


    Ich wollte in ein mir neues Gebiet und dort angekommen untersuchte ich den Platz mal mit dem Echo.


    Unglaubliche Unterwasserberge und Löcher gab es da, sehr viel Holz im Wasser und zwei ganze versunkene Bäume.


    Hier stank es förmlich nach dem großen Waller, aber da alleine einen Fisch heraus bringen ist ein Ding der Unmöglichkeit dachte ich.


    Ich versuchte Köderfische zu fangen. Hier bin ich immer darauf aus, die großen Brachsen zu bekommen.

    Brachsen mit 50 oder 60 cm sind meine liebsten Köder, sie üben einen sehr starken Reiz auf die Welse aus denn sie gehören zu ihrer Hauptnahrung.


    Ich hatte das unglaubliche Glück zwei dieser Kaliber zu erwischen, eine sehr schwierige Sache am Po, denn die eingeschleppten, invasiven Katzenwelse sind fast immer die Ersten am Köder.


    Ich bezog einen Platz an dem ich mir gute Chancen ausrechnete den Fisch der beißen sollte doch zu bekommen.


    Zwei Ruten stromab,

    eine stromauf gespannt.


    Die obere hinter einer kleinen Kehre in 3 Metern Tiefe, ganau an die Kante gelegt.


    Ich kochte mir gerade mein Abendessen als urplötzlich die Reißleine knallte und die Rute gerade im Ständer stand. Schnell nahm ich Kontakt auf, kurbelte die lose Schnur ein und setzte einen brachialen Anhieb, denn es war die Brachse mit 60cm die am Haken hing.


    Ich schlug in Beton aber im nächsten Augenblick war der Wiederstand weg.

    Zum Vorschein kam eine tote, völlig zerquetschte Brachse und ich wusste es war ein guter Fisch der nicht hängen blieb.


    Man wartet vier Tage und Nächte auf diesen einen Biss und dann versaut man ihn. Ich hätte heulen können, aber genau das sind leider eben oft nur Aggressionsbisse, wo der Wels den Köder gar nicht fressen will und ihn schnell wieder auslässt.


    Noch hatte ich eine meiner guten Brachsen, legte diese an genau die gleiche Stelle in der Hoffnung der Fisch nimmt noch einmal.


    Punkt Mitternacht ging die Reißleine, in Socken und völlig schlaftrunken nahm ich die Rute und schlug an.

    Was dann folgte war mir bisher unbekannt.

    In unfassbarer Geschwindigkeit riss mir der Fisch aus der fast völlig zugedrehten Bremse stromauf die Schnur von der Rolle.

    Die 0.60er Schnur und die schwere Welsrute waren an ihrer Grenze. Nicht mal 30 Sekunden nach der Flucht merkte ich schon dass der Fisch in Holz gegangen war.


    Solche Fische bekommt man nicht mehr raus war meine Erfahrung also abreißen dachte ich mir.


    Nein, nicht ohne es versucht zu haben, also rein ins Beiboot und hinauf gefahren wo der Fisch im Holz steckt.

    Nach längerem hin und her wobei ich den fisch nicht mehr spürte geht es auf einemal „pinggg“ und die Schnur war frei. Direkt hatte ich wieder Kontakt zum Fisch, was dieser mit der nächsten urbrutalen Flucht, diesmal stromab quittierte. Es schleuderte mich im kleinen Schlauchboot herum, ich stürzte rücklinks auf den Motor, dann ins Boot. Der Schaft wurde dabei auf Vollgas gedrückt und nun fuhr das Boot wild mit Vollgas im Kreis, ich am Rücken liegend die Rute in der Hand nicht fähig den Gashebel zu erreichen.


    Nach einigen Sekunden konnte ich mich aber wieder aufrichten und erreichte den Notstopp.

    Überall blau und blutig geschlagen hatte ich immer noch die Rute in der Hand, nahm Kontakt auf, aber da ich mich in voller Strömung befand war das Boot schnell abgetrieben und der Fisch bereits in dem großen Baum der da im Wasser lag festgesetzt.


    Also wieder hochfahren und erneut versuchen den Fisch raus zu bekommen. Der Baum war riesig und niemals dachte ich das der Fisch da heraus zu bekommen wäre.

    Ich fuhr rauf und runter, links und rechts aber es war nichts zu machen.


    Doch urplötzlich, völlig unerwartet ging es wieder „pinnng“ und die Schnur war frei.

    Wieviel Glück kann ein Mensch haben dachte ich, machte die Bremse völlig zu und nahm den Fisch mit einer Brachialgewalt wie ich es noch nie zuvor getan hatte.

    Ich dachte nur entweder das Gerät und der Haken hält, oder nicht, aber noch einmal lass ich dich nicht in das Geäst.


    Der Fisch tobte wie ein Verrückter nur drei Meter unter dem Boot, gerade so viel wie das Vorfach lange ist.


    Aber seine Kraft wurde schwächer und nach einer Weile konnte ich das Vorfach greifen.

    Der Schädel war enorm, ich hatte schon Welse über 220cm, aber das war eine andere Nummer.

    Ich griff zum Maul um ihn mit dem Wallergriff zu nehmen, doch kaum war der Finger in der Nähe des Maules biss er zu und mein Daumen platzte auf dabei. Unfassbar diese Bisskraft.

    Doch der nächste Versuch gelang und ich konnte beide Hände ins Maul setzten und zog den Fisch ins kleine Schlauchi, welches mit der Länge des Fisches etwas überfordert war.


    Ich war sprachlos, völlig erledigt blickte ich im Schein der Lampe auf dieses Urvieh.


    Was hat mich dieser Fisch gekostet, alles tat mir weh aber ich war überglücklich und der Fisch war mein.


    Ich brauste zurück zum Hauptboot, denn ich war weit abgetrieben. Den Fisch aus dem Schlauchboot wieder hinaus zu bekommen war weit schwieriger als hinein, aber auch das ging gut.


    Ich konnte die Nacht keine Minute mehr schlafen, immer wieder die gleichen Bilder im Kopf, das Blut voll mit Adrenalin.


    Am nächsten Tag kamen der Campbetreiber und sein Guide hoch um den Fisch mit mir abzulichten und zu vermessen.


    Nach all den Tagen ohne Aktion lag er jetzt vor mir, ein wunderschönes Tier.

    Das Messen ergab 240cm genau, ich war überwältigt.


    Nach einer ausgiebigen Fotosession tauchte er in die braunen Fluten hinab.


    Die ganze Woche wurde kaum etwas gefangen am ganzen Fluss, auch in unserem Camp wurde nur noch ein schöner Fisch gelandet.

    Die Welse spürten genau, das die nächste Woche Hochwasser kommen wird und die Fischer am Po fangen sich diese Woche dumm und dämlich denn der Fluss hatte in 2 Tagen 8 Meter !! Anstieg.


    Aber so ist angeln, ich hatte meinen Lebensfisch und war glücklich dieses besondere Erlebnis gehabt zu haben.










         

    Ja Gerhard, aber es gibt einzelne Ausnahmen und die meisten Fische fängt man onehin am Tag.

    Der Bestand an Welsen ist tatsächlich hervorragend und wenn man dürfte wie in anderen Ländern wäre eine Reise an Po und dergleichen nicht mehr nötig.

    Welse bis 250 sind jederzeit möglich - ja 250 !!

    Kaum einer weiß was da für Fische drinnen sind, vom Ufer bekommt man solche Burschen auch kaum raus....


    Trotzdem gibt es wochenlange Phasen wo nicht ein einziger Wels zu fangen ist. Da muss man durch und von einem auf den anderen Tag gehts wieder.

    Diesen Fisch völlig zu verstehen ist wahrscheinlich ein Ding der Unmöglichkeit.

    Petri Gernot.
    Gestern war die Donau also wieder gnädig :)

    Wie lange schätzt du wird die Fischerei in den flachen Buhnen noch funktionieren. Könnte wohl die letzte Chance gewesen sein nachdem es jetzt ziemlich flott kalt werden wird.

    Das beginnt erst jetzt ordentlich in den flachen Bereichen. Jetzt kommen langsam die Brachsenschwärme in die Buhnen und die Welse hinterher. Bis Anfang / Mitte Dezember sind gute Fänge möglich in den Buhnen.


    einen Welsattacke auf volle Wurfdistanz im Hauptstrom ... sehr geil ... verwendest du da die Long Cast oder die 270iger Spin?


    auf jeden Fall ein sehr erfolgreicher Angeltag und ein mehr als würdiger Einstand bei uns in der Community!


    p-:d-;

    Die normale 270er, aber ich habe nur eine 25er geflochtene damit ich weit werfen kann was in meinem Revier absolut ein muss ist.

    Und nur ein 60 Fluo. Alles ein Kompromiss, aber bei starker Hauptschnur, dickem Fluo und großen Wirbeln bleiben die Bisse fast völlig aus.


    Super Fänge konntest verzeichnen unter harten Umständen. Brusthoch in der starken Strömung zu stehen und einen Waller zu drillen, wow, das ist nicht ohne! Großes Petri Heil dazu.


    LG

    Karl

    Ja das ist wirklich ein Erlebnis. Ihr kennt sicher die Videos vom Blinker Jörg, ein bischen so sieht das dort aus dann.

    Ich warte nur bis ich einmal nimmer zurück komme, heuer war es fast schon soweit weil die Strömung plötzlich so stark war.

    Und bei den großen Schiffen muss man auch verdammt aufpassen. Und das alles Nachts vor allem, meine Frau dürfte das nicht wissen...:tongue:



    Hi Toni, ich will da nicht großkotzig sein aber es ist 100% so dass die Welse mit dem Schwanz hinschlagen.

    An der Spinnrute weiß ich schon genau wann es ein Fehlbiss und wann ein Hinschlager war, es fühlt sich ganz anders an.

    Es gibt Tage da bekommt man nur Schwanzschläge, einmal hatte ich das mindestens 10x hintereinander. Da fressen sie einfach nicht obwohl sie aktiv sind.

    Heuer hatte ich einen 176er der hat hingeschlagen, habe ihn 10 Minuten gedrillt dann ist er ausgestiegen. Habe aber schon im Drill gemerkt dass er im Schwanz hängt. Der Fisch hat sich an die gleiche Stelle gestellt und nach ein paar Minuten wieder hingeschlagen. Wieder hängen geblieben und diesmal war er mein.

    Die Bisse sind harte brutale Hinschnapper was man deutlich spürt, die Hinschlager oft derartig schnell und so massiv das es einem fast die Rute aus der Hand schlägt, vor allem bei den Großen. Schwer zu beschreiben der Unterschied aber ich habe schon hunderte Welse mit der Spinnrute gefangen und man bekommt ein Gefühl dafür.

    Beim Hochwasser 2013 haben wir in der braunen Brühe einen Wels nach dem anderen gefangen. Nach einigen Tagen waren die Fische zum Zerplatzen voll und konnten einfach nicht mehr fressen, waren aber immer noch sehr aggresiv. Sie haben nur noch hingeschlagen, also haben wir doch noch einige bekommen.

    Übrigens hatte ich auch schon einige beim Ansitz mit Köderfisch am Schwanz, auch da schlagen sie oft zuerst hin um den Fisch zu betäuben und dann in Ruhe aufzusammeln. Daher zeichnet sich ein Welsbiß auch oft vorher ab durch heftige Aktionen an der Rute.

    Danke noch mal Leute,


    echt lustig hier die ganzen "Gegangenen" aus anderen Foren wieder zu treffen...:)


    @ Centrino - nein ich fische fast nur in Wien und unterhalb davon, aber da oben wäre es auch schön denke ich.

    Nur der Welsbestand schein unterhalb von Wien deutlich höher zu sein als oberhalb.§$

    Gesten bin ich endlich wieder mal in mein Donaurevier zum Spinnfischen gekommen.

    Der Wasserstand ist sehr nieder momentan und das Wasser fast klar.

    Ich rechnete nicht mit viel solange es hell ist, haben doch einige Kollegen die letzten Tage alles ins wasser geworfen was Haken hat ohne Aktion.


    Recht üppiger Ostwind und Sonnenschein bei klarem Wasser, das kann was werden dachte ich.


    Trotzdem rein in die Wathose und weit auf die Buhnen und ins Wasser reingestapft.

    Die ersten Würfe mit Blinker, Gummi und Wobbler brachten keine Aktion, nur ein heftiger Anstupser am Gummi grundnah, das machen oft die Welse wenn sie mit dem Schwanz hinschlagen.

    Häufig bleiben sie dabei hängen, sicher 30% alle Welse beim Spinnfischen sind im Schwanz gehakt...


    Fisch ist also da dachte ich. Um eine Buhne effektiv auszufischen brauche ich eine knappe Stunde. Mindesten 4x wechsle ich den Köder, etwas was mir schon sehr oft doch noch Fische gebracht hat.


    Nachdem in Wurfweite nichts weiter passierte kam Plan 2 ins Spiel. Großer zweiteiliger Rapala Wobbler, diesenrausgeschleudert imn die Hauptströmung und 100 oder mehr Meter abtreiben lassen.

    Der Wobbler war in voller, reißender Strömung und vibrierte heftig. Bügel zu, zwei mal kurbeln und schon war ein brutaler Einschlag da.


    Der Fisch ging aufgrund der Strömung gleich mal in die Bremse und blieb stur in der Hauptströmung, allerding hatte er gegen die Blinkerjörg keine Chance und war nach 10 Minuten bei mir.

    Ich stand aber sekbst bis zur Brust in heftiger Strömung und gerade in diesem Moment kam ein großer Schuber vorbei der die Strömung noch viel stärker werden ließ.


    Trotzdem bekam ich den Fisch am Vorfach zu greifen und lud ihn zum Fototermin.


    Mit 150 cm ein guter Fisch, ich freute mich sehr denn die Spinnwaller heuer waren bis auf ein paar gute Fische im Frühjahr eher der Babybrigade zuzuschreiben.


    Weiter zur nächsten Buhne, wieder im Uferbereich alles abwerfen, aber ohne Erfolg.


    Ich nehme einen schweren Blinker, also eigentlich zwei die ich übereinander gelegt habe um weiter werfen zu können.


    Auf mindestens 80 Meter, im vollen Hauptstrom kam sofort der Einschlag.

    Der Fisch war ungeheuer kräftig, zog sofort hinunter zur nächsten Buhne.

    Ich winkte zwei Freunde herbei die im Shweinsgalopp über die Steine zu mir liefen, aber plötzlich war die Schnur lose... ausgestiegen.

    Einfach ausgeschlitzt, es war zum heulen. Die Schnur war auf 180cm völlig verschleimt, was mir die Größe des Fisches bestätigte...




    Was solls, so ist Fischen dachte ich und machte mal eine ordentliche Pause bei meinen Freunden die auch auf Wels aus waren, allerdings bei einem Ansitz.


    Nach einbrechen der Dunkelheit schlich ich vorsichtig auf die nächste Buhne, im Wissen das die Fische jetzt sehr nahe stehen.


    Und tatsächlich, nur 2 Meter vor der Steinpackung konnte ich einen feinen Zander auf einen Wobbler erwischen.


    Nächste Buhne - ein nur kleiner Steinhaufen in gerade mal 70 CM teifen Wasser war das, aber ich schlich auf Indianersohlen hin.


    Hier ist das Wasser ganz ruhig, kaum Strömung und mann kann über 100 Meter in den Strom hinein waten.

    Trotzdem beginne ich vom Ufer aus den ganz seichten Bereich mit einem kleinen extrem seicht laufenden Wobbler abzuwerfen, mittlerweil mit der Zanderrute,

    aber mit3x strong Drillingen und 60er Fluorcarbon, denn die Welse nehmen auch die kleinsten Köder oft.


    Und tatsächlich, beim ersten Wurf in nur knietiefem Wasser kam nur 15 Meter vor mir der brutale Einschlag.

    Ein schöner Drill begann am leichten Geschirr, aber auch der knappe 130er durfte zum Fototermin.


    Es war einer der Tage die nicht so oft vorkommen, die Welse waren hoch aktiv und ich konnte offenbar genau die richtige Zeit erwischen.


    Hied noch ein paar Fotos:


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    Danke, Danke Leute,


    ich kenne auch tatsächlich die meisten - zumindest vom Namen her und von den Bildern.


    Muss mich mal ein wenig vertraut machen hier, hab noch nicht ganz den Überblick.


    @ Hesi, ja da bin auch auch noch ab und zu, aber wenns zu groß wird, gibts bald die Hater...8|


    @ Fabian, meine Nummer hast ja noch, schreib mal.§!


    Ich werde dann mal einen kleinen Bericht vom gestrigen Angeltag schreiben, der war eine Wucht...:):)


    Auf einen guten Austausch Leute b-;b-;b-;b-;b-;b-;

    Hallo Angelkollegen,


    ich bin der Gernot aus Wien, einige kennen mich auch aus anderen Foren.


    Meine Hauptzeit verbringe ich auf der Jagd nach Welsen und Zandern in der Donau, der March und deren Nebengewässern.


    Ich fische seit meinem 12 Lebensjahr, also nun fast 40 Jahre und freu mich das es immer noch so viel zum Dazulernen gibt jedes Jahr.


    Freue mich auf einen regen Austausch hier. b-;b-;

    Petri Sergio,


    endlich weiß ich wo du deine ganzen Fänge postest...:D


    Die Welse hier in Wien sind sehr oft ganz hell gefärbt, manchmal richtig gelb. Ist eine schöne Spielart der Natur.

    Aber Bravo, ist schon toll zwei an einem Tag b-;b-;