Beiträge von dryfly

    Vielen Dank für die lieben Geburtstagswünsche!

    Im Moment habe ich noch einige Probleme zu lösen, aber ich komme bestimmt zurück. Braucht nur alles seine Zeit.

    Lg, Peter

    Genauso. Und nach der Harzbehandlung wird das Werkstück in Frischhaltefolie eingewickelt, so bleibt das Harz im Riss und kann in Ruhe aushärten.

    LG, Peter

    Wie sich die Hölzer verändern, ist ganz verschieden. Manche Hölzer kaum, und andere verändern sich sehr stark. Aber nächstes Mal mach ich Bilder.

    Gewichtsveränderung hängt von der Dichte des Holzes ab. Je mehr Harz eindringt, desto schwerer wird das Stück.

    Meinst du die Größe des Werkstückes oder der Risse? Die Werkstückgröße ist natürlich durch die Kesselgröße limitiert. Bei den Rissen ist eigentlich interessanter, wie fein Risse sein können - Haarrisse werden ebenfalls gefüllt. Große Risse brauchen dieses Verfahren nicht.

    LG, Peter

    Danke für die Rückmeldungen!


    grusteve

    Ja, das Vakuum ist der Vorteil. Es wird ein Unterdruck von ca -1 Bar aufgebaut, und dadurch reicht dann ein sehr geringer Druck ( ca 1 Bar ) , um das Harz ins Holz zu bekommen.

    Anders wäre die Gefahr zu groß, dass man Luftbläschen ins Holz drückt - das Ergebnis wäre für die Tonne.

    Bei Imprägnierungen sind diese Bläschen egal, da sie ja nicht mithärten.

    Und so teuer ist diese Anlage gar nicht. Alles zusammen knapp unter 300 €

    Man könnte auch sehr viel improvisieren, aber ich wollte gleich wiederholbare Ergebnisse.

    LG, Peter

    Hallo liebe Leute,


    und wieder einmal ein neues Thema: Stabilisieren von Holz


    Immer wieder passiert es, dass ich ein schönes Stück Holz zum drechseln habe, aber leider ist es häufig spröde, rissig oder einfach zu klein.

    Also heißt es oft: ab in die Tonne. Ausser, man stabilisiert es mit Kunstharz.

    Man braucht dazu eigentlich nicht wirklich viel: Eine Vakuumpumpe, einen Vakuumkessel, sehr dünnflüssiges Harz + Härter und natürlich Holz.


    image.jpg


    Es wird also der Vakuumkessel mit dem Harz und dem zu stabilisierenden Holz befüllt (die Metallteile sind nur Gewicht), und dann baut man langsam das Vakuum auf.

    image.jpg


    Dabei ist darauf zu achten, dass es nicht überschäumt, wenn durch das Vakuum die Luft aus dem Holz gezogen wird.

    image.jpg


    Geduld ist angesagt:

    1. das Vakuum langsam aufbauen

    2. warten, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen und der Schaum "verflogen" ist. Ist man ungeduldig, zieht man auch die Bläschen ins Holz, wenn wieder Druck aufgebaut wird.


    Ist also die ganze Luft aus dem Holz, so wird wieder der normale Umgebungsdruck aufgebaut, dadurch wird das Harz ins Holz gedrückt - dorthin, wo vorher Luft war.

    image.jpg


    Anschließend lässt man das Harz ordentlich durchhärten. Mein erster Versuch waren ein paar Stücke, die eigentlich für die Tonne bestimmt waren, da sie zu rissig und zu porös waren.

    Dabei ist interessant, wie unterschiedlich die diversen Hölzer auf die Harzbehandlung reagieren:

    Hier ein Stück Kastanie, dabei bekommt man direkt Lust auf Karamell....

    image.jpg


    Und hie rein Stück Esche, das den natürlichen Charakter nahezu beibehalten hat. wenn man genau schaut, sieht man auch noch die Risse, die ein Drechseln unmöglich gemacht haben.

    image.jpg


    Was hat das jetzt alles mit einem Angelforum zu tun? Das werden einmal Rollenhalter:)

    Natürlich muss da noch poliert und lackiert werden, aber ich meine, es sind durchaus interessante Ergebnisse. Oder was meint Ihr?

    Das war also wieder ein kleiner Einblick in meine Werkstatt.


    LG, Peter

    Ja, die Donau hat ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. Aber du als Spinnprofi wirst dieses Flüsschen schon rocken!§!

    Ich hab ja auch - das weiß kaum wer - auch ein paar Donaureviere, denen ich heuer wieder einmal den einen oder anderen Besuch abstatten werde.

    LG, Peter