der skirted Jig

  • Servas Leute,


    ich mache mal mit der "Finesse Serie" ein klein wenig weiter ... heute möchte ich euch den sogenannten "skirted Jig" aka "Rubber Jig" aka "Fransen Jig" vorstellen ... im Wiener Dialekt auch kurz und bündig "Schaasquastel Rig" genannt ... ;)


    dieses Rig ist auch eine sehr effektives Methode den heimischen Barschen nachzustellen ... den Ursprung des Rigs brauche ich glaube ich eh nicht mehr erwähnen ... ja genau ... wieder mal die Bass Fischerei


    auch unsere heimischen Flussbarsche stehen unheimlich auf alle Fransendinger, die sich leicht und pulsierend im Wasser und am Gewässergrund bewegen ... grundsätzlich besteht das Rig aus zwei Komponenten ... ein normaler Jighaken mit div. Kopfformen (Banana, Rundkopf, Football, ... etc) und einem "Mantel/Rock" aus Silikonfransen in div. Farben ... hier mal eine kleine Auswahl



    grundsätzlich könnte man diese Jigs schon so fischen wie sie hier zu sehen sind ... aber meist montiert man am Jighaken auch noch einen sogenannten Trailer (Nachläufer) ... dazu verwendet man einfach einen Gummifisch, Creaturebaits oder Krebsimitate ... hier mal eine kleine Auswahl an möglichen Trailern (beliebig erweiterbar)



    die Größe des Trailers bestimmt maßgeblich die Silouette der gesamten Montage und beeinflusst auch sehr stark das Sinkverhalten und die Lockwirkung des Rigs ... stärkere Shads lassen die Montage langsamer sinken als z.B. ein zierlicher Wurm ... die Schwanzform ist wichtig was die Lockwirkung und das Laufverhalten betrifft ... je größer desto lauter und auffälliger


    hier ein Beispiel für eine sehr breite Schwanzform die ordentlich Druck und Wirbel macht



    im Vergleich dazu ein sogenannter Pintal /Needletail



    die Amerikaner und der Berliner Barsch-Papst hingegen schwören auf sogenannte Hammerschwänze



    je nach Gewässer, Gewässerbedingungen und Jahreszeit muss man ein klein wenig probieren und experimentieren was zum jeweiligen Zeitpunkt besser geht ... hier eine kleine Auswahl wie so ein "Schaasquastel Rig" fertig montiert ausschauen kann



    geführt kann das Rig wie eine normale Jig Montage werden ... vom schnellen aggressiven Jiggen über faulenzen bis hin zum über den Boden schleifen ist jeder Führungs-Stil möglich und auch fängig


    und zum Schluss noch ein kleiner Tip von mir ... viele dieser "skirted Jigs" haben einen sogenannten Weed Guard (Krautschutz) aus Kunststoffborsten ... teilweise sind die sehr steif und sperrig, dass man Angst haben muss, das ein Biss von einem Barsch nicht bis zur Hakenspitze durchkommt um man Fehlbisse bekommt ... hier kann man mit einer Schere oder einem kleinen Seitenschneider z.B. die Hälfte der Borsten einfach weg knipsen oder je nach Krautvorkommen im Gewässer auch komplett weglassen



    wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren ... ich habe mit den Dingern im Sommer sehr gut gefangen ... auch sehr viele Hechte sind mir auf die Schassquasteln eingestiegen und auch der Zander als barschartiger Geselle steht voll auf Fransen b-;


    d-;

    LG
    Reinhard


    "Wenn der Lebensraum ausreichend ist, dann wächst jedes Jahr zu, und wenn man das mäßig und bescheiden nutzen will, dann reicht das."


    Stefan Guttmann

  • Komisch ich hatte mit den Fransen noch nie was gefangen. Ich habe diese, die Tubes genannt werden glaube ich.


    Noch etwas womit ich noch nie was gefangen habe, sind Gummifische mit PinTail. Ich hatte mal gelesen, dass die besonders gut sind wenn es kalt wird und weniger Action, aber gefangen habe ich eigentlich immer nur mit diesen tellerförmigen breiten Schwanzformen.

  • Danke Reinhard, sehr gut erklärt das Schasquastlrig. Ich habe mir heuer 2 Stück davon gekauft und auch probiert. Mit dem Sinkverhalten muss man ein wenig experimentieren..gefangen habe ich auch noch nix...wobei ich auf meinem Räuberarmer Teich gefischt habe...daher hat das nix zu bedeuten. Mir gefallen diese Dinger extrem gut...wäre ich ein Barsch ich würde zuschnappen:lach:

  • d-; Reinhard,


    für all Deine Mühen uns diese "Finesse"-Rigs in Serie näher zu bringen g:-

    Die voll bestückten Fransenjigs schau'n ja recht flippig aus. Mit dem Wuschelkopf voran ergibt das schon eine g'scheite Silhouette, also für Flossenträger mit Appetit genau der richtige Happen glaub' ich 8)


    Macht jedenfalls Gusto auch mal so ein Ding in nächster Zeit ins Wasser zu schicken!


    Und Extra-Dank auch noch für den Tipp mit den Weedguards §! ... wär ansonsten ein Klassiker so einen Köder wieder für alle Zeiten in der Box zu verräumen weil man ein paar Fehlbisse damit kassiert hat ;)


    Liebe Grüße,

    Christian

  • Aber sag mal a bissl geschwindelt hast schon, oder? Dein Pintail am Bild ist ein FAKE, denn eigentlich ein Jig Freak HU-Shad mit abgebissenem Schwanz, oder? :lach:

    richtig gesehen … das ist der Zander-HU (Slim Version) … wenn man bei dem den Tellerschwanz abknipst hat man durch die weiche Gummimischung und den zarten Schwanz einen super Pintail = nächster Geheimtip ;)

    LG
    Reinhard


    "Wenn der Lebensraum ausreichend ist, dann wächst jedes Jahr zu, und wenn man das mäßig und bescheiden nutzen will, dann reicht das."


    Stefan Guttmann

  • Wow- noch so eine super Beschreibungb-;

    Ich hatte damit leider noch nicht so viel Glück-

    denke das liegt aber eher an meinen Gewässern, die meist sehr wenig bis gar keine Strömung haben-

    was für diesen Köder wahrscheinlich gar nicht so verkehrt wäre??

    LG, Ercan





    „Wissen ist eine der ganz wenigen Ressourcen, die sich vermehrt wenn man sie teilt."

  • Wow- noch so eine super Beschreibungb-;

    Ich hatte damit leider noch nicht so viel Glück-

    denke das liegt aber eher an meinen Gewässern, die meist sehr wenig bis gar keine Strömung haben-

    was für diesen Köder wahrscheinlich gar nicht so verkehrt wäre??

    direkte Strömung muss gar nicht sein ... die feinen SIlikonfransen arbeiten/vibrieren schon ordentlich auch wenn man nur jiggt/faulenzt ... wenn der Köder am Boden auftrifft pulsiert das ganze Werkl fein nach ... oder einfach am Boden liegen lassen und mit feinen Minibewegungen aus dem Handgelenk animieren und den Köder anvibrieren ... das macht die Barsche verrückt :)


    ich kenne ja deine Gewässer auch sehr gut ... dort würde ich mit 3 - 5g Köpfen und Minisprüngen aus dem Handgelenk arbeiten

    LG
    Reinhard


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    Stefan Guttmann