1. Campen mit Buben

  • Der Martin hat mit seinem Fred- eh schon nachgefragt;)

    Also will ich, trotz meiner schreibfaulheit über die 1. Nachtpirsch mit allem drumherum , mit meinem Buben berichten;


    Lange war es geplant und hätte bereits vor Wochen über die Bühne gehen sollen- am Tag X ist Kian aber krank geworden ...


    Das andere mal war dann diese Woche- hatte Urlaub und wir haben es endlich geschafft. Da ich weder Zelt noch Liege hatte, rief ich unseren Martin an. Der liebenswert wie er ist, uns kurzerhand die Sachen borgte.

    Plan war es vorerst mal eine Nacht am Wasser zu verbringen um zu sehen wie es ihm taugt.

    Der Zeltplatz am Teich war schnell gefunden- Zelt aufbauen war schon ein wenig schwieriger- das Ding war echt groß- glaub grösser als mein Wohnzimmer.

    Wir mussten natürlich auch auf die Jagd- Nahrung für das Abendmahl musste heran!

    Wir fuhren an die nahe Triesting um Forellen nachzustellen- drei Stunden vergebene Liebesmüh-

    peinlich, peinlich ...

    musste aber sein ... dem Revier Billa entlockten wir dann Würstel und Koteletts. War bestimmt ein komischer Anblick wie wir da herum schlichen und schlussendlich ein Wildschwein erleckten§$

    Zurück am Teich die letzten Vorbereitungen für die große Nacht;

    Eine imaginäre Falle für Eindringlinge und der Feuerplatz wurden vorbereitet.

    Dann legte Kian (natürlich mit meiner Unterstützung) los und stippte ein paar Köderfische- wir wollten nachts den Zandern nachstellen.

    Das erste Köderl (ganz a liabe Schleih) war aber einfach zu schön und durfte wieder von dannen ziehen.

    Köderl hatten wir dann genug und wir legten auf die Zander aus.

    Alles war gut bis auf diese Gelsen ...


    Kian hielt tapfer bis kurz vor Mitternacht durch- ob Jagdinstinkt, Aufregung oder doch dieser eigenen Geräusche der Nacht wegen bleibt unser Geheimnis.

    5,5 Stunden später habe ich ihn schon wieder geweckt- ich kannte eine Stelle wo Hasen und Rehe gerne vorbeikommen- ich behielt recht und er war aus dem Häuschen. Wir entdeckten sogar Fasane und auch eine kleine Feder dieser.

    Zurück am Platz wurde nur noch eine Rute auf Zander ausgelegt, die andere auf Karpfen. Die Sonne zog wieder mächtig an und für mich war klar denn Nachmittag sind wir dann nicht mehr hier.

    Wir hatten gefrühstückt und waren gerade bei unserer Morgenpflege da zog es mächtig Schnur von der Spule.

    Ein superschöner Karpfen lieferte uns einen tollen Drill.


    Viel besser hätte es nicht kommen können- jetzt war es perfekt die Segel zu streichen- ich war am Ende meiner Kräfte- das Packen ging schnell und wir waren nach unserem Mittagessen schon wieder am Rückweg. Da er schnell einschlief fuhr ich auf die andere Seite von Wien und brachte unser ausgeborgtes wieder zurück (Martin, vielen Dank nochmals!)


    Es hat ihm jedenfalls so sehr getaugt, dass wir es unbedingt wiederholen möchten.

  • Super Sache von Euch beiden !


    Mein Gott, wenn ich da an meine Kindheit zurückdenke: Damals waren Zelte beim Angeln noch total unbekannt. Vielleicht weil ich beim Angeln irgendwie doch in den "Kinderschuhen stecken geblieben bin" :lach:, habe ich auch bis heute kein Zelt , geschweige denn jemals eines benutzt.

    Die Male, wo ich "nachtangeln" war, kann ich glaube ich auf 5 Jahrzehnte verteilt auf den Fingern einer Hand abzählen.


    Ich weiß noch, wie ich als 12 Jähriger mal bei einem Nachtangeln auch in Begleitung eines Erwachsenen "mitfischen" durfte. Irgendwann nach Mitternacht bin ich eingeschlafen, und auf einem Klappstockerl einschlafen, wenn Dir der Kopf im Schlaf runterhängt, bringt auf viele viele Tage ein steifes G´nack.


    Heute angle ich nur mehr bis ca. 1, maximal 2 Stunden nach Sonnenuntergang oder ab 1 Stunde vor Sonnenaufgang. Fische , vor allem auch den Nachträuber Zander fange ich fast immer zwischen 21-22 Uhr, oder zwischen 4-5 Uhr.

    Unser Verein veranstaltet auch ein paar "Nachtfisch-Tage" , aber ich hab da noch nie mitgemacht. Oder ja, einmal indirekt mitgemacht, weil ich zur "Nachtkontrolle" vergattert wurde, also musste ich nach 00.00 Uhr die Runde drehen und "kontrollieren"...……, der einzige gefangene Fisch den ich dabei sehen konnte, war ein Hecht, den einer davon noch vor Einbruch der Dunkelheit gefangen hatte. Also Fanggarantier sind die heißen Nächte dann auch nicht so:lach:

  • Servus Ercan und Kian,


    danke erstmals für Dein aufraffen zum schreiben für diesen lieben Bericht b-;b-;


    Kein Problem mit dem Zelt und der Liege ... Hauptsache der Nachwuchs wird mit dem Angelfieber infiziert. Mir gefällt es, wenn ein Vater seinem Kind alle Möglichkeiten beim fischen bietet ... also nicht nur reiner Karpfenpracker oder reiner Gummfischangler oä. Das Fischen ist so vielfältig, da sollte doch jeder etwas finden, was Ihm Spaß macht §$

    Lagerfeuer ist sowieso bei Kinder immer beliebt .. also da kann man eh nichts falsch machen §!§!


    Bei der Größe des Zeltes ist das immer so eine Sache .... für mich das Zelt nicht so gross :lach:


    Und die Fische sind auch top ... die kleine Schlei ist ja wirklich süss §) Und der Karpfen ist ebenso ein Prachtkerl ... bravissimo b-;


    PS: das gemeinsame Foto mit dem Karpfen ist Dir eh gelungen Ercan ;)

  • Na das glaub ich, dass ihm dieses Abenteuer so richtig gut gefallen hat. §!

    Sehr cool, da war alles dabei!

    Die Schleie + Bub ganz herzig. §!

    Danke fürs Schreiben, möchte ich nicht missen, diesen Bericht!


    PS: Gibt's die Angelzelte eigentlich auch mit fixem Boden? Ich seh die immer nur bodenlos oder mit herausnehmbaren Boden.

  • Danke Euch§!

    @David- glaube bei den klassischen "Angelzelten" sind die mittlerweile alle, wenn vorhanden, herausnehmbar.

    Im Wanderbereich gibt es sie aber auch fix- da sind die Zelte aber dann eher flacher.

    Unseres war ja wirklich hoch.

    LG, Ercan





    „Wissen ist eine der ganz wenigen Ressourcen, die sich vermehrt wenn man sie teilt."

  • @David: der Ercan hat es sehr gut beschrieben... Die normalen Zelte (Camping zelte) die flach sind, haben meistens einen fixen Boden... Die richtigen Angelzelte haben eigentlich alle einen herausnehmbaren Boden. Ich kenne eigentlich keines mit einem fixen Boden.

  • Wenn der Klettverschluss des Bodens überall bündig schließt, dann kommt da nichts mehr so leicht durch. Für gewöhnlich sind die Böden ja aus sehr festem und strapazierbarem Materialien- ähnlich den Ikea-Taschen.

    LG, Ercan





    „Wissen ist eine der ganz wenigen Ressourcen, die sich vermehrt wenn man sie teilt."

  • Sehr cool Ercan !!


    so ein wirkliches Abenteuer für den kleinen Mann §! ... man sieht an den funkelnden Augen wie sehr es ihm getaugt hat b-;

    LG
    Reinhard


    "Wenn der Lebensraum ausreichend ist, dann wächst jedes Jahr zu, und wenn man das mäßig und bescheiden nutzen will, dann reicht das."


    Stefan Guttmann